Deutsch

Haarlänge beim Hund (FGF5)

Zeitraum: 7 Tage
Preis pro Prüfung: 50.00 EUR mit MWS
Preis pro 3+ Prüfung: 45.83 EUR mit MWS

Prüfung der Felllänge bei Hunden

Zu den grundlegenden morphologischen Unterschieden zwischen den Hunden von verschiedenen Rassen gehört eindeutig das Aussehen des Fells.
Beim Hundefell werden drei Hauptmerkmale unterschieden:

  • Haarlänge - kurz/lang
  • Vorhandensein/Nichtvorhandensein von Locken
  • Vorhandensein/Nichtvorhandensein von Merkmalen: ausgeprägter Bart/Schnurrbart und Augenbraunen, charakteristisch für rauhaarige Hunde

Im 2009 hat Cadieu in Zusammenarbeit mit National Human Genome Research Institute (NIH) und vielen anderen Autoren einen Artikel mit den Ergebnissen der Erforschung von Genen, die am Phänotyp des Fells bei Hunden partizipieren, veröffentlicht.
In Zusammenhang mit dem Haartyp wurden verschiedene Genvarianten in den Genen RSPO2, FGF5 und KRT71 (encoding R-spondin-2, fibroblast growth factor-5 und keratin-71) gefunden, die zusammen die Hauptphänotype für Haare der reinrassigen Hunden vorstellen.

Tabelle (Cadieu et al. , 2009): Haarphänotyp und Genotyp

Haarphänotyp

FGF5

RSPO2

KRT71

kurze Haare

GG oder GT

11

CC oder CT*

drahte Haare

GG oder GT

22 oder 12

CC

drahte und lockige Haare

GG oder GT

22 oder 12

TT oder CT

lange Haare

TT

11

CC

lange Haare mit Zeichen

TT

22 oder 12

CC

lockige Haare

TT

11

TT oder CT

lockige Haare mit Zeichen

TT

22 oder 12

TT oder CT


* TT Genotyp wurde in dieser Kombination nicht gefunden, obwohl er wahrscheinlich auch den kurzhaarigen Phänotyp hervorruft.

Gemäß der Forschung tragen rauhaarige Rassen mit ausgeprägten Augenbraunen und ausgeprägtem Bart Insertion im RSPO2. Hunde, die Insertion im RSPO2 und auch die Genvariante c.451C>T KRT71 tragen, haben ähnliches Aussehen wie rauhaarige, aber das Fell ist länger und lockiger. Hunde mit langem Haar tragen Substitution c.284G>T im homozygoten Zustand im FGF5-Gen, wenn zu dieser Variante noch die Insertion im RSPO2 kommt, haben die Hunde einen ausgeprägten Bart und Augenbraunen und langes glattes Haar. Hunde mit Kombination der Genvarianten im FGF5 und KRT71 haben langes lockiges Haar. Es ist offensichtlich, dass das Haar länger sein muss, damit es lockig oder gekräuselt sein kann, und deswegen sind Rassen mit solchem Haar Homozygoten für c.284G>T im FGF5. Wenn bei der Rasse eine Kombination aller drei Genvarianten vorhanden ist, ist das Haar lang, lockig mit ausgeprägtem Bart und Augenbraunen. Keine dieser drei Varianten wurde bei grauen Wölfen oder bei Hunderassen, die nur kurzes Fell tragen, gefunden.

Das Genomia Labor prüft die Genvariante im FGF5 - Gen, der die Haarlänge bestimmt.
Es handelt sich um Substitution c.284G>T im Exon 1 des Gens FGF5, die autosomal rezessive vererbt wird.
Bei Hunden mit langem Haar ist diese Substitution c.284G>T bei beiden Allelen vorhanden - Genotyp c.284TT, bei Hunden mit kurzem oder rauem Haar kommt Genotyp c.284GG oder Genotyp c.284GT vor - kurzhaariger Träger des Gens für langes Haar. Aus der Paarung von zwei kurzhaarigen Hunden mit Genotyp c.284GT entstehen theoretisch 25 % langhaariger Nachkommen (Genotyp c.284TT).

Genomia performs also RSPO2 test.

.

Die Zitation:

Cadieu E, Neff M, Quignon P, Walsh K, Chase K, Parker HG, Vonholdt BM, Rhue A, Boyko A, Byers A, et al.: Coat variation in the domestic dog is governed by variants in three genes. 2009;326:150-153.

D. J. E. Housley, P. J. Venta: The long and the short of it: evidence that FGF5 is a major determinant of canine ‘hair'-itability, Animal Genetics, August 2006

Zeitraum: 7 Tage
Preis pro Prüfung: 50.00 EUR mit MWS
Preis pro 3+ Prüfung: 45.83 EUR mit MWS