Prüfungen für Pferde: CA

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Übliche Untersuchungszeit (Arbeitstage): 12 Tage
Preis pro Prüfung: 56.00 $ ohne MwSt

Zerebelläre Abiotrophie (CA)

Die zerebelläre Abiotrophie ist eine erblich bedingte neurodegenerative Erkrankung. Die fortschreitende Neurodegeneration der Purkinje-Zellen im Kleinhirn führt zum allmählichen Absterben von Nervenzellen (Neuronen). Die verbleibenden Purkinje-Zellen sind klein und weisen deutliche morphologische Veränderungen auf. Die Erkrankung wurde vor allem bei Arabischen Pferden beschrieben. In geringer Häufigkeit tritt sie auch beim Dänischen Sportpferd, Baschkirischen Pferd, Trakehner und Welsh Pony auf.

Die ersten Symptome zeigen sich bereits im Alter von etwa sechs Wochen bis vier Monaten. Bei betroffenen Tieren können Ataxie, absichtliches Kopfwackeln bzw. Intentionstremor, eine verminderte oder vollständig fehlende Reaktion auf mögliche Gefahren, eine breitbeinige Körperhaltung, eine gestörte Bewegungskoordination sowie eine beeinträchtigte Wahrnehmung der Körperposition und der gesamten Körperbewegung beobachtet werden. Betroffene Pferde erschrecken sehr leicht. Es kann auch zu Stürzen kommen, nach denen das Aufstehen erschwert sein kann.

Die Erkrankung weist eine variable Ausprägung auf. Das Ausmaß und der Schweregrad der Symptome können zwischen den einzelnen Tieren unterschiedlich sein. Einige betroffene Pferde zeigen nur mildere Symptome, während diese bei anderen deutlich schwerer ausgeprägt sein können. Die Erkrankung ist nicht tödlich; ein Pferd kann trotz der Behinderung weiterleben und funktionieren. Aufgrund seines hyperreaktiven, sensiblen und unvorhersehbaren Verhaltens kann ein betroffenes Pferd jedoch eine erhebliche Gefahr für seine Umgebung darstellen.

Ursächlich ist die Substitutionsmutation g.13122415C>T, die sich im Exon 4 des TOE1-Gens befindet. In der Nähe dieses Gens liegt das MUTYH-Gen, auf dessen Regulation die Mutation Einfluss hat. Die Expression des MUTYH-Gens ist insbesondere im Kleinhirn und in den Purkinje-Zellen stark ausgeprägt. Eine verringerte Expression führt zu einem verminderten Schutz vor oxidativen DNA-Schäden.

Die zerebelläre Abiotrophie (CA) ist eine autosomal-rezessiv vererbte Erkrankung. Die Erkrankung tritt daher bei Tieren auf, die die mutierte Variante von beiden Eltern erben. Diese Tiere werden als P/P (positiv/positiv) bezeichnet. Träger der mutierten Variante, bezeichnet als N/P (negativ/positiv), haben die Mutation nur von einem Elternteil geerbt und zeigen keine klinischen Symptome. Sie können die Mutation jedoch an ihre Nachkommen weitergeben.

Bei der Verpaarung zweier heterozygoter Träger (N/P) sind theoretisch 25 % der Nachkommen genetisch frei, 50 % Träger und 25 % erben beide mutierten Varianten und erkranken an CA.

Bei der Verpaarung eines freien Tieres (N/N) mit einem Träger (N/P) entstehen theoretisch 50 % Träger und 50 % freie Nachkommen.

Bei der Verpaarung eines Trägers (N/P) mit einem betroffenen Tier (P/P) entstehen theoretisch 50 % betroffene Nachkommen und 50 % Träger.

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Literatur:

Brault, Leah S., Thomas R. Famula, and M. Cecilia T. Penedo. "Inheritance of cerebellar abiotrophy in Arabians." American Journal of Veterinary Research 72.7 (2011): 940–944.

Brault, Leah S., et al. "Mapping of equine cerebellar abiotrophy to ECA2 and identification of a potential causative mutation affecting expression of MUTYH." Genomics 97.2 (2011): 121–129.

Brault, L. S., and M. C. T. Penedo. "The frequency of the equine cerebellar abiotrophy mutation in non-Arabian horse breeds." Equine Veterinary Journal 43.6 (2011): 727–731.

Primo, A. L. M., et al. "Cerebellar abiotrophy in a quarter horse foal." Journal of Equine Veterinary Science 147 (2025): 105386.

Übliche Untersuchungszeit (Arbeitstage): 12 Tage
Preis pro Prüfung: 56.00 $ ohne MwSt