Prüfung von Hunden: CMR2

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CMR2 - Multifokale Retinopathie Typ 2 bei Coton de Tulear

Die multifokale Retinopathie (Canine Multifocal Retinopathy - CMR) ist eine erbliche Krankheit. Zu den am meist betroffenen Rassen gehören der große Pyrenäische Berghund, Coton de Tulear, Englisch Mastiff und Bullmastiff und verwandte Rassen.

Die klinischen Symptome der CMR-Erkrankung sind sehr ähnlich den Symptomen der Best-Krankheit (Best macular dystrophy - BMD) bei Leuten. BMD und CMR sind Erkrankungen der Netzhaut, die durch Mutation im Gen VMD2 - Vitelliform Macular Dystrophy 2 Gen verursacht sind. VMD2 ist bei Leuten und ebenfalls bei Hunden ein Gen für Bestrophin, der für die korrekte Bildung des Pigmentepithels der Netzhaut verantwortlich ist. Mutation in diesem Gen verursacht Atrophie des Pigmentepithels und führt zur ernsthaften Beschädigung des Zentralsehens.

Im VMD2-Gen wurden zwei für die CMR bei Hunden verantwortliche Mutationen identifiziert:

  • Mutation C73T, die für cmr1 bei den Rassen Pyrenäischer Berghund, Englisch Mastiff und Bullmastiff und verwandten Rassen verantwortlich ist. Diese Mutation führt zur Bildung eines vorzeitigen Stopkodons in der Position 25 (R25X) im Exon 2 des Hundengens VMD2.
  • Die zweite Mutation ist ein Punktaustausch G482A, der für cmr2 verantwortlich ist. Diese Mutation wurde bei der Rasse Coton de Tulear festgestellt. Der Austausch von Guanin gegen Adenin in der Position 482 des Exon 5 verursacht den Austausch vom entwicklungsbedingt konservierten Glyzins im Kodon 161 gegen Aspartsäure (G161D).

Die CMR-Krankheit entwickelt sich sehr früh, noch vor dem vierten Lebensmonat eines Welpen. Sie äußert sich durch Akkumulation des Materials unter der Netzhaut, was eine graurosa Färbung der Läsion verursacht. Diese Läsionen, die Bläschen ähnlich sind, sind unterschiedlich groß und verformt und sind sehr gut in beiden Augen der betroffenen Hunde erkennbar. Einige Bläschen auf der Netzhaut können sich ohne dauerhafte Folgen zurückbilden, andere bilden nicht entfernbare Narben. Trotz der dauerhaften Beschädigung der Netzhaut bei den betroffenen Hunden, kommt es zur vollkommenen Erblindung erst im höheren Alter des Hundes.

CMR ist eine autosomal rezessiv vererbte Erkrankung. Das heißt, daß diese Krankheit nur bei Homozygoten, Hunden mit beiden mutierten Allelen „r/r" und keinem normalen Allel erscheint. Der mutierte Homozygot vererbte ein mutiertes Allel von beiden Elternteilen. Im Falle, daß zwei heterozygote Tiere („R/r"-Träger) gedeckt werden, 25 % der Nachkommen werden gesund sein, 50 % der Nachkommen werden Träger sein und 25 % vererben von beiden Eltern mutiertes Allel „r" und werden mit CMR betroffen.

References:
Karina E. Guziewicz, Barbara Zangerl, Sarah J. Lindauer, Robert F. Mullins, Lynne S. Sandmeyer, Bruce H. Grahn, Edwin M. Stone, Gregory M. Acland, and Gustavo D. Aguirre
Bestrophin Gene Mutations Cause Canine Multifocal Retinopathy: A Novel Animal Model for Best Disease. Invest. Ophthalmol. Vis. Sci., May 2007; 48: 1959 - 1967.

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