
Prüfung von Hunden: Nasal parakeratosis
Nasale Parakeratose bei englischen Windhunden
Die nasale Parakeratose ist eine erbliche Hauterkrankung, die die Haut auf der Nase des Hundes (dem sogenannten Nasenspiegel) befällt. Sie äußert sich durch eine Störung der Hauterneuerung, die zu einer übermäßigen Verhornung, Austrocknung und Rissbildung führt. Auf der Nase bilden sich starke Krusten, die schmerzhaft aufbrechen und manchmal sogar bluten können.
Bei englischen Windhunden wird die Krankheit durch die Mutation c.996+3_996+6del im SUV39H2-Gen verursacht. Die Mutation wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass die Krankheit nur bei Individuen auftritt, die das mutierte Gen von beiden Elternteilen geerbt haben. Träger des mutierten Gens sind klinisch gesund, übertragen die Mutation jedoch auf ihre Nachkommen. Bei der Paarung zweier heterozygoter Individuen sind theoretisch 25 % der Nachkommen völlig gesund, 50 % der Nachkommen sind Träger und 25 % der Nachkommen erben das mutierte Gen von beiden Elternteilen und sind somit von dieser Krankheit betroffen.
Ein Gentest kann den Genotyp eines Tieres eindeutig nachweisen und ist ein geeignetes Instrument für Züchter, um die unbeabsichtigte Vermehrung betroffener Welpen zu verhindern.
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Referenz:
Bauer, A., Nimmo, J., Newman, R., Brunner, M., Welle, M.M., Jagannathan, V., Leeb, T. : A splice site variant in the SUV39H2 gene in Greyhounds with nasal parakeratosis. Anim Genet 49:137-140, 2018. Pubmed reference: 29423952



