Prüfung von Hunden: Hypomyelinisierende Polyneuropathie

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Übliche Untersuchungszeit (Arbeitstage): 12 Tage
Preis pro Prüfung: 56.00 $ ohne MwSt

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Hypomyelinisierende Polyneuropathie (HPN) bei Golden Retrievern

Die hypomyelinisierende Polyneuropathie (HPN) ist eine genetisch bedingte Erkrankung, die das periphere Nervensystem betrifft. Bei betroffenen Tieren kommt es zu einer gestörten Myelinbildung. Klinische Symptome umfassen Muskelschwäche, Schwierigkeiten beim Gehen und bei der Bewegungskoordination, Zittern oder den Verlust von Reflexen. Die Erkrankung kann bereits in jungen Jahren auftreten und die Lebensqualität des Hundes im Verlauf zunehmend beeinträchtigen.

Bei Golden Retrievern wird die HPN durch eine Nonsense-Mutation c.1924C>T im Gen SH3TC2 verursacht, das eine wichtige Rolle bei der korrekten Funktion der Schwann-Zellen und der Myelinisierung von Nervenfasern spielt, durch eine Mutation c.1479+1G>A im Gen MTMR2, das unter anderem an der Aufrechterhaltung der Myelin-Integrität beteiligt ist, sowie durch eine Missense-Mutation c.434T>C im Gen MPZ, das eines der Myelinproteine kodiert.


1. Die Vererbung der Mutationen c.1924C>T im Gen SH3TC2 und c.1479+1G>A im Gen MTMR2 erfolgt wahrscheinlich autosomal-rezessiv. Das bedeutet, dass sich die Erkrankung nur bei Individuen entwickelt, die von beiden Elternteilen das mutierte Gen erben (P/P). Träger (N/P) sind klinisch gesund, können die Mutation jedoch an ihre Nachkommen weitergeben. Bei der Verpaarung zweier heterozygoter Tiere (N/P) sind theoretisch 25 % der Nachkommen gesund (N/N), 50 % Träger (N/P) und 25 % betroffen (P/P).

2. Die Mutation c.434T>C im Gen MPZ wird wahrscheinlich autosomal-dominant vererbt. Das bedeutet, dass bereits eine Kopie des mutierten Gens ausreicht, um Symptome hervorzurufen. Betroffen sind Individuen mit Genotyp N/P und P/P. Nur Individuen mit Genotyp N/N gelten als gesund. Bei der Verpaarung zweier heterozygoter Tiere (N/P) sind theoretisch 25 % gesund (N/N), 50 % tragen eine Kopie der Mutation und 25 % zwei Kopien (P/P) und sind betroffen.

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Referenz:

Cook, S., Hooser, B.N., Williams, D.C., Kortz, G., Aleman, M., Minor, K., Koziol, J., Friedenberg, S.G., Cullen, J.N., Shelton, G.D., Ekenstedt, K.J. : Canine models of Charcot-Marie-Tooth: MTMR2, MPZ, and SH3TC2 variants in golden retrievers with congenital hypomyelinating polyneuropathy. Neuromuscul Disord 33:677-691, 2023. Pubmed reference: 37400349

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