Prüfungen für Pferde: IH/EFIH

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Übliche Untersuchungszeit (Arbeitstage): 12 Tage
Preis pro Prüfung: 56.00 $ ohne MwSt

Idiopathische Hypokalzämie (IH) / Familiärer isolierter Hypoparathyreoidismus beim Pferd (EFIH)

Die idiopathische Hypokalzämie ist eine tödlich verlaufende Erbkrankheit. Im Jahr 1997 wurde der erste Fall dieser Erkrankung bei Englischen Vollblütern beschrieben. Betroffene Fohlen litten unter Anfällen, Krämpfen, verstärktem Schwitzen, ausgeprägter Gangsteifigkeit, häufigem Hinlegen und der Unfähigkeit aufzustehen. Die genannten Symptome wurden durch eine Kombination aus einem niedrigen Kalziumspiegel im Blut, einem erhöhten Phosphorspiegel und einem verminderten oder, gemessen am Krankheitszustand, unangemessen normalen Parathormonspiegel verursacht. Die Nebenschilddrüsen konnten bei der pathologischen Untersuchung nicht identifiziert werden. Die Erkrankung entwickelt sich sehr früh nach der Geburt, meist im Alter von 4 bis 35 Tagen. Aufgrund der Schwere der Symptome sterben die betroffenen Fohlen meist früh oder müssen euthanasiert werden.

Ursächlich für die Erkrankung ist eine Mutation im RAPGEF5-Gen (g.54108297G>T). In der Population der Englischen Vollblüter kommt die Mutation relativ selten vor. Dennoch ist die genetische Untersuchung wichtig, um eine unbeabsichtigte Verpaarung möglicher heterozygoter Träger der Mutation zu vermeiden.

Die Mutation wird autosomal-rezessiv vererbt. Die Erkrankung tritt daher bei Tieren auf, die die mutierte Variante von beiden Eltern erben. Diese Tiere werden als P/P (positiv/positiv) bezeichnet. Träger der mutierten Variante, bezeichnet als N/P (negativ/positiv), haben die Mutation nur von einem Elternteil geerbt und zeigen keine klinischen Symptome. Sie können die Mutation jedoch an ihre Nachkommen weitergeben.

Bei der Verpaarung zweier heterozygoter Träger (N/P) sind theoretisch 25 % der Nachkommen frei von der Mutation, 50 % Träger und 25 % erben zwei Kopien der Mutation und sind von IH/EFIH betroffen. Bei der Verpaarung eines freien Tieres (N/N) mit einem Träger (N/P) entstehen theoretisch 50 % Träger und 50 % freie Nachkommen. Bei der Verpaarung eines Trägers (N/P) mit einem betroffenen Tier (P/P) entstehen theoretisch 50 % betroffene Nachkommen und 50 % Träger.

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Literatur:

Elcombe, Megan E., et al. "Prevalence of the RAPGEF5 c. 2624C> A and PLOD1 c. 2032G> A variants associated with equine familial isolated hypoparathyroidism and fragile foal syndrome in the US Thoroughbred population (1988–2019)." Equine Veterinary Journal 55.4 (2023): 666–671.

Rivas, Victor N., et al. "A nonsense variant in Rap Guanine Nucleotide Exchange Factor 5 (RAPGEF5) is associated with equine familial isolated hypoparathyroidism in Thoroughbred foals." PLoS Genetics 16.9 (2020): e1009028.

Übliche Untersuchungszeit (Arbeitstage): 12 Tage
Preis pro Prüfung: 56.00 $ ohne MwSt