Vögel Chlamydophila psittaci

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Detektion von Chlamydophila psittaci mittels RT-PCR

Übertragung der Ch. psittaci Infektion

Vorkommen

Klinische Symptome

Diagnostik

Behandlung

Maßnahmen und Vorbeugung

Chlamydien (Chlamydiae) sind obligat intrazelluläre parasitische Bakterien bei Menschen und vielen Tierarten. Chlamydien  haben kein eigenes ATP System und nutzen für eigene metabolische Prozesse das ATP der Wirtszelle und werden deswegen „Energieparasiten" genannt.

Übertragung der Ch. psittaci Infektion

Ch. psittaci ruft Infektionen bei Vögeln, Säugetieren und Menschen hervor. Ch. psittaci verbreitet sich vom Wirt zu Wirt vor allem durch die Luft. Die infektiöse Elementarkörperchen der Ch. psittaci sind wesentlich mehr resistent gegen Austrocknung im Vergleich mit anderen Arten, und sind also fähig im Geflügelmist oder Vogelgeschmeiß  mehrere Monate zu überleben. Das ermöglicht eine horizontale Übertragung der Infektion ohne direkten Kontakt mit dem infizierten Tier. Die aus mehr als 100 Vogelarten isolierten Vogelstämme verursachen bei diesen Wirten eine Vogelchlamydiosis. Die Vogelchlamydiosis wird am meisten bei Papageien, Tauben und Geflügel festgestellt.  Der infizierte Vogel verbreitet die Chlamydien in die Umgebung mittels Nasen- und Augensekret, Exkremente und Federstaub. Es wurde auch vertikale Übertragung über Egg auf das Küken nachgewiesen.  Ch. psittaci  ist auf den Menschen übertragbar  und hat also ein zoonotisches Potential. Der Mensch wird am häufigsten durch Einatmen des kontaminierten Staubs infiziert und oft kann ebenfalls auch direkter Kontakt mit dem infizierten Vogel nachgewiesen werden.  
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Vorkommen

Die Wahrscheinlichkeit der Ausbreitung der Krankheit ist höher in Großzuchten, Brutapparaten und Geflügelhöfen. Ausstellungen und Verkaufsstellen stellen ebenfalls ein Risiko dar.
Bei Menschen ist diese Infektion relativ selten und es handelt sich überwiegend um Arbeiter in Geflügelhöfen, Züchter der exotischen Vögel, bzw. Tierärzte.
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Klinische Symptome

Die Inkubationszeit bei Vogelchlamydiosis ist gewöhnlich  3-10 Tage, kann aber auch länger sein. Latente Infektionen sind sehr häufig und aktive Form der Infektion kann erst nach einigen Jahren nach Ansteckung auftreten. Durch den Stress aktivierte latente Infektion tritt häufig bei gefangen gehaltenen Tieren auf, die dann die Infektion auf die Anderen verbreiten.
Die eigentlichen klinischen Symptome hängen von dem Stamm und der Art des Wirts und seiner Kondition ab. Durch Ch. psittaci verursachte Infektionen können asymptomatisch bis schwer mit hoher Mortalität sein. In meisten Fällen handelt es sich um nicht spezifische Symptome - Lethargie, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, gesträubte Federn.
Aber es können Atemsymptome (Rhinitis, Sinusitis, Keratokonjunktivitis, Dyspnoe, Atemgeräusche), gastrointestinale Symptome (im Falle von Leber- und Nierenbefall ist wässriges bis grünliches Geschmeiß beobachtet), gelegentlich können auch neurologische Symptome wie Krämpfe,  Opistotonus und Parese des Körperhinterteils auftreten.
Am RTG können Hepatomegalie (Lebervergrößerung), Splenomegalie (Milzvergrößerung), Opazität und Verstärkung der Luftsäcke beobachtet werden.
Zoonosis (Infektion bei Menschen) äußert sich durch die Atembeschwerden, zu den häufigsten Erscheinungen gehören atypische Pneumonie, es kann aber ebenfalls eine Neuritis, Hepatitis oder Myokarditis auftreten. Die Inkubationszeit ist gewöhnlich 7-14 Tage, der Verlauf der Krankheit ist oft subklinisch und erinnert eher an eine Erkältung oder Grippe. Gefährdet sind insbesondere Personen mit geschwächter Immunität.
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Diagnostik

Das breite Spektrum der diagnostischen Methoden umfasst eine Anzahl an Techniken zum direkten Nachweis des infektiösen Agens (z.B.  PCR, Kultivierungsnethode) und indirekten Nachweis durch serologische Methoden (z.B.  ELISA, Nachweis der Antigene durch Immunfluorescenz).
Im Genomia Labor wird direkte Bestimmung der Chlamydophila psittaci in der Probe mittels die Real Time PCR Methode ausgeführt. Es handelt sich um hoch empfindliche und zuverlässige Methode, durch welche die Anwesenheit der DNA von Chlamydophila psittaci  entdeckt wird.
Die Untersuchung mittels Real Time PCR kann auf einer Kloakenabstrich, bzw. Nasen-, Bindehautabstrich oder Blutprobe durchgeführt werden. Im Fall von post mortem kann die Untersuchung auch auf Proben von Nieren-, Leber- und Milzgewebe ausgeführt werden.  
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Behandlung


Die durch Chlamydophila psittaci verursachte Infektion wird mit Antibiotika (z.B. Doxycyklin, OTC, CTC) behandelt. Am häufigsten werden Tetrazykline angesetzt. Die Behandlung wird durch den Tierarzt und im Fall der Zoonosis durch einen Facharzt gewählt.
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Maßnahmen und Vorbeugung

Alle Vögel, die  in Kontakt mit einem positiven Vogel kamen, sind als potential infizierte zu betrachten und müssen in eine Quarantäne untergebracht werden.  Im Falle einer Isolation müssen für die infizierten Tiere eine Sonderraum und Sonderhilfsmittel und, falls möglich, auch anderer Pfleger sichergestellt werden. Bei den infizierten Tieren bemühen wir uns  die Stresssituationen zu vermindern und eine Unterstützungstherapie wird angesetzt. Als Vorbeugung kann nur Abnahme der Vögel von bewährten Züchtungen,  Einhaltung der Quarantäne bei neuem Zuwachs oder Ausschließung der Anwesenheit des Pathogens durch direkte Untersuchung empfohlen werden.  Die empfohlene Beobachtungszeit beträgt bis 90 Tage. In einigen Fällen können vorbeugend Antibiotika verabreicht werden. Es ist ebenfalls nötig hygienische Regeln einzuhalten und ausreichende Luftzirkulation sicherzustellen.

Übliche Untersuchungszeit (Arbeitstage): 5 Tage
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