Prüfung von Hunden: NCL2

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NCL2 (Neuronale Ceroid-Lipofuszinose Typ 2) bei Dackeln

NCL ist eine Gruppe heterogener erblicher neurodegenerativer Erkrankungen, die bei verschiedenen Säugetierarten, darunter Hunde, Katzen und Menschen, auftreten. Bei einigen Tieren wurde die ursächliche Mutation, die zu NCL führt, noch nicht entdeckt und beschrieben. Im Zusammenhang mit NCL bei Tieren und Menschen wurden bisher mehrere Mutationen in verschiedenen Genen beschrieben, wobei jede Mutation in einem bestimmten Gen eine einzigartige Form von NCL verursacht. NCL tritt bei mehreren Hunderassen auf, z. B. Border Collie, English Setter, American Bulldog, Dackel, Polnischer Niederebenhund oder Tibet-Terrier. Bei Dackeln treten NCL Typ 1 und 2 auf.

Die NCL-Erkrankung ist durch die Ansammlung von Abfallstoffen lipidischer Natur (Ceroid-Lipofuszin) in den Nervenzellen gekennzeichnet. Durch das Vorhandensein einer enormen Menge an Lipofuszin und dessen zunehmendem Druck werden die Nervenzellen in der Großhirnrinde und im Kleinhirn sowie die Zellen der Netzhaut geschädigt und zerstört.

Die Symptome dieser Erkrankung scheinen selbst innerhalb einer Rasse sehr unterschiedlich zu sein. Betroffene Hunde zeigen in der Regel mindestens vier der folgenden fortschreitenden neurologischen Symptome: Sehverlust, Verhaltensänderungen, zerebelläre Ataxie, Zittern, Störungen der kognitiven und motorischen Funktionen, Schlafstörungen und Krämpfe. Die Symptome von NCL2 treten bereits bei jungen Hunden auf, schreiten schnell voran und führen zum Tod der betroffenen Tiere innerhalb von 12 Monaten, da bisher keine wirksame Behandlung gefunden wurde. Zu den ersten Symptomen gehören vor allem ein allmählicher Verlust des Sehvermögens bei Dämmerung, eine verminderte Reaktion auf Gefahren, Kopfzittern, Myoklonus und zerebelläre Ataxie. Weitere beschriebene Symptome sind Krampfanfälle, Hyperaktivität, Heulen, aggressives Verhalten, Hypermetrie oder Im-Kreis-Laufen.

Die Ursache für NCL2 bei Dackeln ist die Mutation c.325delC im Gen für das Enzym TTP1 (Tripeptidyl-Peptidase 1). Die Vererbung der Mutation erfolgt autosomal-rezessiv. Das bedeutet, dass die Krankheit nur bei Individuen auftritt, die das mutierte Gen von beiden Elternteilen geerbt haben. Träger des mutierten Gens sind klinisch gesund, übertragen die Mutation jedoch an ihre Nachkommen weiter. Bei der Paarung zweier heterozygoter Individuen sind theoretisch 25 % der Nachkommen völlig gesund, 50 % der Nachkommen sind Träger und 25 % der Nachkommen erben das mutierte Gen von beiden Elternteilen und sind somit von dieser Krankheit betroffen.

Ein Gentest kann den Genotyp eines Tieres eindeutig nachweisen und ist ein geeignetes Instrument für Züchter, um die unbeabsichtigte Vermehrung betroffener Welpen zu verhindern.

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Referenz:

Awano, T., Katz, ML., O'Brien, DP., Sohar, I., Lobel, P., Coates, JR., Khan, S., Johnson, GC., Giger, U., Johnson, GS. :A frame shift mutation in canine TPP1 (the ortholog of human CLN2) in a juvenile Dachshund with neuronal ceroid lipofuscinosis. Mol Genet Metab 89:254-60, 2006. Pubmed reference: 16621647

Liste der Hunderassen

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