Prüfung von Hunden: MMVD

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Übliche Untersuchungszeit (Arbeitstage): 12 Tage
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Myxomatöse Mitralklappenerkrankung (MMVD)

MMVD oder auch Mitralklappenendokardiose ist eine fortschreitende degenerative Erkrankung der Mitralklappe, die nach und nach zu pathologischen Veränderungen führt. Sie wurde bei einer Vielzahl von Rassen diagnostiziert (Cavalier King Charles Spaniel, Dackel, Zwergpudel, Yorkshire Terrier). Von allen möglichen Herzerkrankungen gehört MMVD zu den häufigsten (sie soll bis zu 75 % aller Herzerkrankungen bei Hunden verursachen). Die höchste Prävalenz von MMVD ist jedoch eindeutig bei der Rasse Cavalier King Charles Spaniel zu verzeichnen. Diese Rasse hat im Vergleich zu anderen Hunderassen ein erhöhtes Risiko, an dieser Krankheit zu erkranken, und zwar in sehr frühem Alter und oft mit sehr schwerem Verlauf. Die fortschreitenden degenerativen Veränderungen treten langsam auf und führen im Laufe der Zeit zu kongestiver Herzinsuffizienz.

Die Symptome treten in der Regel im Alter von etwa sechs Jahren auf. Sie beginnen mit einem Herzgeräusch, das das erste Anzeichen für die Entwicklung einer Mitralklappenerkrankung ist. Pathologische Veränderungen der Klappe führen zu einem Rückfluss des Blutes, einer Volumenüberlastung des linken Vorhofs und im fortgeschrittenen Stadium zu einer Flüssigkeitsansammlung in der Lunge. Es kommt zu Atemnot, Kurzatmigkeit und Husten. Die oben genannten Symptome führen im Endstadium zu Herzversagen.

MMVD ist eine multifaktorielle und polygene Erkrankung. Bislang wurde jedoch nur eine Mutation im NEBL-3-Gen identifiziert, die mit der möglichen Entwicklung von MMVD in Verbindung steht. Die Erforschung weiterer möglicher Varianten ist noch nicht abgeschlossen.

Die im NEBL3-Gen (chr2:11,979,724) festgestellte G/A-Mutation erhöht das Risiko für MMVD und wird autosomal-rezessiv vererbt. Bei Hunden, die das mutierte Gen von beiden Elternteilen erhalten, besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten der Erkrankung. Diese Individuen werden als P/P (positiv/positiv) bezeichnet. Träger des mutierten Gens, die als N/P (negativ/positiv) bezeichnet werden, haben das mutierte Gen nur von einem Elternteil und sind ohne Risiko für das Auftreten von MMVD. Sie übertragen jedoch die Risikomutation auf ihre Nachkommen. Gesunde Hunde haben den Genotyp N/N.

Bei der Paarung zweier Heterozygoten (N/P) sind theoretisch 25 % der Nachkommen gesund, 50 % der Nachkommen sind Träger und 25 % erben beide mutierten Gene von ihren Eltern und haben ein erhöhtes Risiko an MMVD zu erkranken. Durch die Kreuzung eines gesunden Individuums (N/N) mit einem Träger (N/P) entstehen theoretisch 50 % Träger und 50 % gesunde Tiere.

Mead SE, Beijerink NJ, O’Brien M, Wade CM. Genetic Variants at the Nebulette Locus Are Associated with Myxomatous Mitral Valve Disease Severity in Cavalier King Charles Spaniels. Genes. 2022; 13(12):2292. https://doi.org/10.3390/genes13122292

Axelsson, Erik, et al. "The genetic consequences of dog breed formation—accumulation of deleterious genetic variation and fixation of mutations associated with myxomatous mitral valve disease in cavalier King Charles spaniels." PLoS genetics 17.9 (2021): e1009726.

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