Prüfung von Hunden: Chondrodysplasie

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Chondrodysplasie, Test für Karelian Bear Dogs und Norwegischer Elchhunds grau

Chondrodysplasie ist genetisch bedingte Störung der Knorpel- und nachfolgen auch der  Knochenentwicklung. Sie kann sowohl bei Hunden als bei Menschen auftreten. Allgemein werden drei Arten von Knochendysplasien, die sich durch ihre Ausprägung unterscheiden, identifiziert - Osteodysplasie, Chondrodysplasie und Dysostose. Bei Osteodysplasie und Chondrodysplasie  wird das Knochen- und Knorpelgewebe betroffen, während bei Dysostose werden einzelne Knochen oder ganze Knochengruppen betroffen. Gerade Osteodysplasie kann nicht nur durch Änderung der Dichte der Knochenmineralen aber auch durch Chondrodysplasie,  die zur abnormalen endochondralen Knochenbildung (Ossifikation) führt, charakterisiert werden. Diese abnormale Knochenbildung innerhalb der Knorpel verursacht Störungen des linearen Knochenwachstums und disproportionierten Kleinwuchs des betroffenen Tieres.

Während der endochondral Ossifikation /Verknöcherung der langen Knochen kommt es zu progressiven Änderungen auf der  Oberfläche und im Knorpelinneren. Dadurch entstehen einzelne knorpelige Wachstumsplatten, die später ganze Knochenteile bilden. Diese Wachstumsplatten  befinden sich auf den Enden der langen Knochen und sind für das Längenwachstum des Knochens verantwortlich.  Sie bestehen aus ECM (extrazelluläre Matrix/Knorpelmatrize) und linearen Säulen/Nodulen, die zu Chondrozyten differenzieren. Die Chondrozyten sind in Zonen angeordnet. In der Proliferationszone werden die reifen Zellen in der terminalen Phase durch trabekulären Knochen ersetzt.

Gegenwärtig wird Chondrodysplasie bei zwei Hunderassen identifiziert - beim Norwegischem Elchhund und  Karelischem Bärenhund. Es ist wahrscheinlich, dass bei dem karelischen Bärenhund diese Erkrankung erst nach der Kreuzung mit dem norwegischen Elchhund aufgetreten ist.  Die betroffenen Hunde haben im Gegensatz zu den gesunden Hunden wesentlich kürzere Beine. Ferner können solche skeletale Fehlbildungen wie wesentliche kürzere zur Seite gekrümmte Finger auf den Vorderpfoten,  gekrümmte Vorderbeine, gekürzte Wirbelknochen und wesentlich verspätete Ossifikation der  Karpalknochen auftreten.  Die bei den betroffenen Hunden durchgeführte  Histologie hat ungewöhnlich breite ECM-Bänder, ungeordnete Säulenstruktur und Chondrozyte atypischer Größe und geänderter Morphologie entdeckt.

Hinter der Entstehung der Chondrodysplasie stehen Gene, die für ECM-Protein kodieren, und zwar Cartilage Oligomeric Matrix Protein (COMP), einige verschiedene Kollagene und Proteoglykane Aggrecan und Perlacan. Konkret kommt es zur Mutation c.2083C>T im Exon16 des Gens ITGA10, der für die Integrin- Alpha-Untereinheit (α10β1) kodiert. Diese Untereinheit ist für die richtige Proliferation der Chondrozyten und Ansammlung von  fibrillären Kollagenen in der Nähe der ECM verantwortlich. Die Aufgabe dieser α10β1-Untereinheit ist für den richtigen Verlauf der endochondral Ossifikation essential.

Die Chondrodysplasia ist eine rezessiv vererbte Krankheit. Die Krankheit entwickelt sich bei Hunden, die das mutierte Gen von beiden Eltern vererbt haben. Diese Hunde werden als P/P (positiv/positiv) gekennzeichnet. Die Träger des mutierten Gens, gekennzeichnet als N/P (negativ/positiv), haben das mutierte Gen nur von einem Elternteil vererbt und sind ohne klinische Anzeichen, sie tragen jedoch diese Krankheit an ihre Nachkommen über. Bei Verpaarung zwei Heterozygozen (N/P) wird theoretisch 25% der Nachkommen gesund, 50% der Nachkommen werden Träger und 25% der Nachkommen vererbt das  mutierte Gen von beiden Eltern und werden also von der Chondrodysplasia betroffen. Durch Verpaarung eines gesunden Hundes (N/N) und eines Trägers dieser Mutation (N/P) werden theoretisch in dem Wurf zu 50% Träger und zu 50% gesunde Welpen sein. Wenn ein Träger (N/P) und ein betroffener Hund (P/P) verpaart werden, so würden theoretisch 50% betroffene Hunde und 50% Träger geboren.

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Referenz:

Kyöstilä, K., Lappalainen, A. K., & Lohi, H. (2013). Canine chondrodysplasia caused by a truncating mutation in collagen-binding integrin alpha subunit 10. PloS one8(9), e75621.

Kyöstilä, K. (2015). Identification of Novel Mutations and Molecular Pathways for Canine Neurodegeneration and Chondrodysplasia. Dissertationes Scholae Doctoralis Ad Sanitatem Investigandam Universitatis Helsinkiensis.

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