Prüfung von Hunden: Double vs single coat

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Übliche Untersuchungszeit (Arbeitstage): 12 Tage
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Einfaches vs. doppeltes Fell bei Hunden

Bei Hunden unterscheiden wir zwei Felltypen – einfaches und doppeltes Fell. Das doppelte Fell besteht aus zwei Schichten: längeren und gröberen Deckhaaren und einer weichen, dichten Unterwolle. Die Unterwolle dient als Wärmeisolierung – sie schützt den Hund vor Kälte und Hitze. Hunde mit doppeltem Fell haaren in der Regel stark, insbesondere beim Wechsel der Jahreszeiten. Diese Art von Fell gilt als ursprünglich und kommt beispielsweise bei Wölfen und vielen nordischen Hüte- und Berghunden vor. Einfaches Fell hat hingegen keine Unterwolle. Es besteht nur aus Deckhaaren, die in der Regel feiner, seidiger oder lockiger sind. Hunde mit einem einfachen Fell haaren in der Regel weniger, sind aber empfindlicher gegenüber Kälte und Überhitzung. Dieser Felltyp ist typisch für eine Reihe von Gesellschafts- und Wasserhunden.

Die Entwicklung der Unterwolle wird maßgeblich durch zwei Mutationen beeinflusst (CFA28:24,860,187 C>T und CFA28:24,870,184 G>A), die sich im regulatorischen Bereich der DNA in der Nähe des ADRB1-Gens befinden. Das Vorhandensein einer oder beider dieser Varianten erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund ein einfaches Fell ohne Unterwolle hat. Diese Mutationen treten am häufigsten bei Rassen wie Pudel, Bichon, Malteser, Yorkshire Terrier, Portugiesischer Wasserhund oder Irish Water Spaniel auf, während sie bei nordischen, alpinen oder Hütehunden sehr selten sind, wo diese Mutationen eine ungewöhnlich dünne Unterwolle oder deren völliges Fehlen erklären könnten, was nicht dem Rassestandard entspricht. Hunde ohne diese Mutationen haben in der Regel ein doppeltes Fell. Die Art des Fells ist jedoch ein komplexes Merkmal, sodass das endgültige Aussehen auch durch andere Gene und in geringerem Maße auch durch die Umwelt beeinflusst werden kann.

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Referenz:

Whitaker, D.T., Ostrander, E.A. : Hair of the dog: Identification of a cis-regulatory module predicted to influence canine coat composition. Genes (Basel) 10:323, 2019. Pubmed reference: 31035530

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