Prüfung von Hunden: NAD bei Spanish water dogs

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Neuroaxonale Dystrophie (NAD) beim Spanischem Wasserhund

Neuroaxonale Dystrophie gehört zu der Gruppe von seltenen heterogenen erblichen neurodegenerativen Störungen. Sie wurde bei verschiedenen Säugetierarten beschrieben, darunter Menschen, Hunde, Schafe, Rinder, Pferde und Katzen, und tritt weltweit sporadisch auf.

Die klinischen Symptome und der Krankheitsbeginn unterscheiden sich zwischen Säugetierarten und zwischen Individuen der gleichen Art. Bei spanischen Wasserhunden werden die ersten langsam fortschreitenden Symptome im Alter von 6 bis 11 Monaten beobachtet. Zu den Anzeichen gehören Gangstörungen, Verhaltensveränderungen wie Mattigkeit, Nervosität, Vokalisation und Inkontinenz allein oder in Kombination mit unkontrolliertem Stuhlgang. Ein charakteristisches pathologisches Merkmal der NAD ist das starke Anschwellen von Axonen, den so genannten Sphäroiden, insbesondere in der grauen Substanz der Großhirnhemisphären, des Kleinhirns, des Hirnstamms und der sensorischen Bahnen des Rückenmarks.

Bei Spanischen Wasserhunden wird die Krankheit durch eine Mutation im Gen für das mit der Autophagie zusammenhängende Protein TECPR2 verursacht, und eine Beeinträchtigung der Autophagie wurde als wesentlicher Pathomechanismus bei einer Reihe von neurodegenerativen Erkrankungen diskutiert. Es handelt sich um die c.4009C>T-Missense-Mutation, die auf Proteinebene zum Austausch der Aminosäure Arginin gegen Tryptophan führt.

Die NAD ist eine rezessiv vererbte Krankheit. Die Krankheit entwickelt sich bei Hunden, die das mutierte Gen von beiden Eltern vererbt haben. Diese Hunde werden als P/P (positiv/positiv) gekennzeichnet. Die Träger des mutierten Gens, gekennzeichnet als N/P (negativ/positiv), haben das mutierte Gen nur von einem Elternteil vererbt und sind ohne klinische Anzeichen, sie tragen jedoch diese Krankheit an ihre Nachkommen über. Bei Verpaarung zwei Heterozygozen (N/P) wird theoretisch 25% der Nachkommen gesund, 50% der Nachkommen werden Träger und 25% der Nachkommen vererbt das  mutierte Gen von beiden Eltern und werden also von der NAD betroffen. Durch Verpaarung eines gesunden Hundes (N/N) und eines Trägers dieser Mutation (N/P) werden theoretisch in dem Wurf zu 50% Träger und zu 50% gesunde Welpen sein. Wenn ein Träger (N/P) und ein betroffener Hund (P/P) verpaart werden, so würden theoretisch 50% betroffene Hunde und 50% Träger geboren.

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Referenz:

Hahn, K., Rohdin, C., Jagannathan, V., Wohlsein, P., Baumgärtner, W., Seehusen, F., Spitzbarth, I., Grandon, R., Drögemüller, C., Jäderlund, K.H. : TECPR2 Associated Neuroaxonal Dystrophy in Spanish Water Dogs. PLoS One 10:e0141824, 2015. Pubmed reference: 26555167.

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