Prüfung von Hunden: LAD

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Letale Acrodermatitis (LAD) bei Bull Terriers und Miniatur Bull Terriers

Letale Acrodermatitis (LAD) ist eine Genodermatose, d.h. erbliche Hautläsionen, die bei den Rasen Bull Terrier und Miniatur Bull Terrier vorkommen. Es handelt sich um komplexe Immunkrankheit, die durch  den gestörten Zink-Metabolismus, bzw. Zinkabsorption verursacht ist.

Die Krankheit äußert sich durch langsamen Wachstum und Entwicklung, Immundefizienz und charakteristischen Hautläsionen. Unangenehme Läsionen und Schwellungen bilden sich insbesondere  rundherum der Schnauze, Augen und Ohren.  Auf den Pfoten bildet sich harte und rissige Haut und auf den Fußballen zeigen sich fleckige Läsionen und Schrunden. Die Krankheit wird oft mit Durchfall und Lungenentzündung begleitet. Die mit LAD betroffenen Hunde zeigen ebenfalls Zeichen der Verdünnung der Fellfarbe in pigmentierten Bereichen der Haut. Die klinischen Symptome von LAD erscheinen schon ab die erste Woche nach der Geburt der Welpen. Die  von der Mutation betroffenen Welpen wachsen langsamer, sind schwächer und  weiniger beweglich und im Alter von einem Jahr  haben die Welpen nur das halbe Gewicht und die halbe Größe eines  gesunden Hundes. Die betroffenen Hunde sterben gewöhnlich eher sie das Alter von zwei Jahren erreichen  und zwar wegen Infektion (im Falle einer Bronchopneumonie) oder werden wegen schwerwiegender und schmerzlicher Läsionen im Bereich der Pfoten eigeschläfert.

Die LAD wird durch die Mutation chr14: 5,731,405T>G (auch MKLN1: c.400 + 3A>C), die auf dem  ~ 1,11 MB Segment des 14. Chromosoms im MKLN1-Gen lokalisiert wurde, verursacht. Durch diese Mutation kommt es zur Auslassung des Exons 4 in MKLN1-Transkripten, was zur Verschiebung des Leserahmens und Änderung der Eigenschaften des gebildeten Proteins führt.  Das MKLN1 Gen kodiert das breit exprimierte intrazelluläre Protein Muskelin 1, das verschiedene Funktionen in der Morphologie und Adhäsion und den intrazellulären Transportprozessen hat.

Durch die genetische Untersuchung kann der Genotyp des bestimmten Hundes festgestellt und damit eine unbeabsichtigte Zucht von LAD betroffenen Hunden vermieden werden.

LAD wird rezessiv vererbt. Betroffen sind Hunde, die zwei Kopien des mutierten Gens tragen (P/P). Hunde mit einer Kopie des mutierten Gens weisen keine klinischen Anzeichen der Krankheit, welche die Gesundheit beeinflussen, auf.  Bei Deckung von zwei heterozygoten Hunden (N/P) werden theoretisch  25 % der Nachkommen völlig gesund (N/N), 50 % werden Träger der Krankheit sein (N/P) und 25 % der Nachkommen vererben das mutierte Allel von beiden Elternteilen (P/P) und werden an LAD leiden.

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Zittation:

Bauer A, Jagannathan V, Högler S, Richter B, McEwan NA, Thomas A, et al. (2018) MKLN1 splicing defect in dogs with lethal acrodermatitis. PLoS Genet 14(3): e1007264.

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