Prüfung von Hunden: SDCA1

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Spongiöse Kleinhirndegeneration mit zerebellarer Ataxie (SDCA1) bei Belgischen Schäferhunden

Spongiöse Kleinhirndegeneration mit zerebellarer Ataxie (SDCA1) ist eine neurodegenerative Erkrankung bei Belgischen Schäferhunden. Diese Erkrankung wird durch eine Punktmutation c.986T>C im Gen KCNJ10 verursacht. Dieses Gen codiert Kaliumkanäle, die im zentralen Nervensystem, in Augen, im inneren Ohr und Nieren vorkommen. Störung der Funktion des Kaliumkanals in der Kleinhirnrinde führt zur  Anhäufung von Kalium im Extrazellulärraum, Reduzierung des Membranpotentials und zum nachfolgendem Auftreten von neurologischen Anfällen.

Die ersten Symptome treten schon vor dem Alter von zwei Monaten auf. Es wird angeführt, dass die Symptome bei Welpen meistens im Alter zwischen 4,5 und 8,5 Wochen bemerkbar werden. Die betroffenen Hunde zeichnen sich durch einen Gang mit breitbeinigen Hinterextremitäten aus, wodurch der Hund versucht die  Stabilität zu halten und die Bewegungskoordination zu verbessern. Ferner kann man bei den kranken Welpen Stolpern, Zittern, Herumspringen, Taumeln und Umfallen beobachten. Bei manchen Welpen können abhängig von dem erlebten Stress oder  nach anstrengender Bewegung Muskelkrämpfe auftreten. Die Hunde müssen aufgrund der Prognose meistens eingeschläfert werden.

Die Mutation im Gen, das die SDCA1 verursacht, wurde in zwei neuesten Studien beschrieben (Mauri et al., 2016; Van Poucke et al., 2017), und zwar nur bei den Belgischen Schäferhunden, bei der Variante Malinois. Die Häufigkeit des Auftretens des mutierten Allels in dieser Hundepopulation ist 2,9 %. Bei anderen Varianten der Belgischen Schäferhunde wurde diese Mutation noch nicht gefunden, man kann jedoch nicht ausschließen, dass sie in der Zukunft  nicht  gefunden wird.

Die SDCA1 ist eine rezessiv vererbte Krankheit. Die Krankheit entwickelt sich bei Hunden, die das mutierte Gen von beiden Eltern vererbt haben. Diese Hunde werden als P/P (positiv/positiv) gekennzeichnet. Die Träger des mutierten Gens, gekennzeichnet als N/P (negativ/positiv), haben das mutierte Gen nur von einem Elternteil vererbt und sind ohne klinische Anzeichen, sie tragen jedoch diese Krankheit an ihre Nachkommen über. Bei Verpaarung zwei Heterozygozen (N/P) wird theoretisch 25% der Nachkommen gesund, 50% der Nachkommen werden Träger und 25% der Nachkommen vererbt das  mutierte Gen von beiden Eltern und werden also von der SDCA1 betroffen. Durch Verpaarung eines gesunden Hundes (N/N) und eines Trägers dieser Mutation (N/P) werden theoretisch in dem Wurf zu 50% Träger und zu 50% gesunde Welpen sein. Wenn ein Träger (N/P) und ein betroffener Hund (P/P) verpaart werden, so würden theoretisch 50% betroffene Hunde und 50% Träger geboren.

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Referenz:

Kleiter, M., Högler, S., Kneissl, S., Url, A., & Leschnik, M. (2011). Spongy degeneration with cerebellar ataxia in Malinois puppies: a hereditary autosomal recessive disorder?. Journal of veterinary internal medicine, 25(3), 490-496.

Mauri, Nico, et al. "A Missense Variant in KCNJ10 in Belgian Shepherd Dogs Affected by Spongy Degeneration with Cerebellar Ataxia (SDCA1)." G3: Genes| Genomes| Genetics (2016): g3-116.

Van Poucke, M., Stee, K., Bhatti, S. F., Vanhaesebrouck, A., Bosseler, L., Peelman, L. J., & Van Ham, L. (2017). The novel homozygous KCNJ10 c. 986T> C (p.(Leu329Pro)) variant is pathogenic for the SeSAME/EAST homologue in Malinois dogs. European Journal of Human Genetics, 25(2), 222-226.

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