Prüfung von Hunden: SDCA2

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Spongiöse Kleinhirndegeneration mit zerebellarer Ataxie (SDCA2) bei Belgischen Schäferhunden

Die SDCA2 ist ein Untertyp einer neurodegenerativen Erkrankung, die als schwammige Degeneration mit cerebellärer Ataxie, die die Hunderasse Malinois (Belgischer Schäferhund) betrifft, bekannt ist.

Die SDCA2 ist relativ variable Erkrankung in Bezug auf den Krankheitsbeginn, die Schwere der Erkrankung und die histopathologischen Läsionen. Die cerebelläre Dysfunktion tritt im Alter des Welpen von ca. 4 bis 6 Wochen auf. Die Hauptsymptome sind breite ataxische Gangart, die hauptsächlich bei den Hinterextremitäten auffällig ist,   Gleichgewichtsverlust und mangelhafte Bewegungskoordination (Stolpern, Taumeln, Umfallen, Zittern). Bei den betroffenen Welpen kann schwankender breitbeiniger Gang beobachtet werden. Auf diese Art versuchen die Hunde die Stabilität zu gewinnen und die Koordination zu verbessern. Die Prognose verschlechtert sich und endet gewöhnlich durch Euthanasierung des betroffenen Welpen.

Die Krankheit wird durch die Mutation c.130_131ins227 im ATP1B2-Gen,  das für die beta 2- Untereinheit-Isoforme der Na+/K+ ATPase kodiert, verursacht. Die beta 2-Untereinheit ist überwiegend im Gehirn, insbesondere im Kleinhirn exprimiert.  Die  Na+/K+ ATPase ist ein Protein der plasmatischen Membrane, dessen Aufgabe ist die Homöostase in den Zellen zu regulieren. Die Störungen der K+-Homöostase in dem zentralen Nervensystem werden offen mit den neurologischen Störungen wie cerebelläre Dysfunktion und Epilepsie verbunden.

Die SDCA2 ist eine rezessiv vererbte Krankheit. Die Krankheit entwickelt sich bei Hunden, die das mutierte Gen von beiden Eltern vererbt haben. Diese Hunde werden als P/P (positiv/positiv) gekennzeichnet. Die Träger des mutierten Gens, gekennzeichnet als N/P (negativ/positiv), haben das mutierte Gen nur von einem Elternteil vererbt und sind ohne klinische Anzeichen, sie tragen jedoch diese Krankheit an ihre Nachkommen über. Bei Verpaarung zwei Heterozygozen (N/P) wird theoretisch 25% der Nachkommen gesund, 50% der Nachkommen werden Träger und 25% der Nachkommen vererbt das  mutierte Gen von beiden Eltern und werden also von der SDCA2 betroffen. Durch Verpaarung eines gesunden Hundes (N/N) und eines Trägers dieser Mutation (N/P) werden theoretisch in dem Wurf zu 50% Träger und zu 50% gesunde Welpen sein. Wenn ein Träger (N/P) und ein betroffener Hund (P/P) verpaart werden, so würden theoretisch 50% betroffene Hunde und 50% Träger geboren.

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Referenz:

Nico Mauri, Miriam Kleiter, Elisabeth Dietschi, Michael Leschnik, Sandra Högler, Michaela Wiedmer, Joëlle Dietrich, Diana Henke, Frank Steffen, Simone Schuller, Corinne Gurtner, Nadine Stokar-Regenscheit, Donal O'Toole, Thomas Bilzer, Christiane Herden, Anna Oevermann, Vidhya Jagannathan and Tosso Leeb: A SINE Insertion in ATP1B2 in Belgian Shepherd Dogs Affected by Spongy Degeneration with Cerebellar Ataxia (SDCA2); G3: GENES, GENOMES, GENETICS Early online June 15, 2017; https://doi.org/10.1534/g3.117.043018

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