Prüfung von Hunden: Lafora Epilepsie

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Übliche Untersuchungszeit (Arbeitstage): 14 Tage
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Lafora Epilepsie

Lafora-Epilepsie - statistischer Überblick über die Ergebnisse

Der Lafora-Epilepsie-Gentest ist vom Tschechischen Akkreditierungsinstitut nach ISO17025 akkreditiert.

Die Epilepsie ist eine der häufigsten chronischen neurologischen Erkrankungen bei Hunden. Es wird angeführt, dass ungefähr 5 % aller Hunde von dieser Krankheit betroffen sind. Die Lafora Epilepsie ist eine erbliche Form der Epilepsie, die bei einigen Hunderassen auftritt. Zum ersten Mal wurde sie bei dem Rauhaardackel entdeckt. Zum Beispiel, in Großbritannien leiden an diese autosomal rezessive progressive Erkrankung mehr als 5 % der reinrassigen Rauhaardackel. Zu den weiteren Hunderassen, bei welchen man diese Erkrankung begegnet, sind z.B. Basset, Zwergpudel und Großpudel, Pointer, Welsh Corgi oder Beagle.  Mit Bezug darauf, dass es zwischen einigen Rassen, die an Lafora-Epilepsie leiden, keine Verwandtschaft gibt, scheint es, dass diese Mutation wiederholt auftrat und durch Inzucht verbreitet wurde.

Die klinischen Symptome zeigen sich in der Regel im Alter von 5-6 Jahren oder später.  Sie umfassen vor allem Myoklonien (unregelmäßige für Epilepsie typische heftige Muskelzuckungen) und mit der Zeit erhöht sich  nicht nur die Häufigkeit der Anfälle und der unkontrollierten Zuckungen, es treten nach und nach noch weitere neurologische Symptome wie Ataxie, Blinzeln, Blindheit und Demenz auf.  Bei den Anfällen können gewöhnlich auch Muskelrigidität, Lautäußerungen, Speichelfluss, Urinieren oder Bewusstseinsverlust auftreten. Der epileptische Anfall kann entweder spontan oder durch wechselnde Lichtverhältnisse, plötzliche Geräusche oder Bewegungen, besonders in der Nähe des Kopfes des Hundes ausgelöst werden.

Diese Form der Epilepsie ist unheilbar und fatal. Die Therapie ist zurzeit nur auf die Behandlung der Anfälle begrenzt. Durch geeignete Diät und Medikamente können die Anfälle unter Kontrolle gebracht werden.

Es wurde das NHLRC1-Gen, das für die Lafora-Epilepsie beim Beagle und Zwerg-Rauhaardackel verantwortlich ist,  identifiziert.  Die Dysfunktion des Gens führt zur Aggregation und Anhäufung von Polysacchariden und Bildung von Glykogen-Partikeln (so genannten Lafora-Körperchen - Lafora bodies). Das NHLRC1-Gen kodiert die E3-Ubiquitin-Proteinligase (Malin), die sich an der Regulierung des Laforins beteiligt. Einfach ausgedrückt, das NHLRC1-Gen beteiligt sich an dem Schutz von Zellgewebe vor Anhäufung von Kohlenhydraten.  Durch die Mutation geht diese Schutzeigenschaft verloren. Die Lafora-Körperchen  wachsen nach und nach in dem zentralen Nervensystem, wo sie neurotoxische Wirkung haben und werden auch im Gewebe von Muskeln, Haut, Leber und Herz abgelagert.  Es handelt sich eigentlich um Störung des Glykogenstoffwechsels, die sich als progressive Myoklonusepilepsie demonstriert.

Das Gen erzeugt die instabile 12-mer Expantion (die Sequence wird aus zwölf Nukleotiden, die sich mehrmals wiederholen, bestanden). Ein gesunder Hund hat im Gen ein oder zwei 12-mer und er kann die Kombination tragen:

  • N2/N2 (er hat von jedem Elternteil zwei 12-mer geerbt),
  • N3/N3 (er hat von jedem Elternteil drei 12-mer geerbt),
  • N2/N3 (er hat von einem Elternteil zwei 12-mer und von zweitem Elternteil drei 12-mer).

Das mutierte Allel kann verschiedene Mengen des 12-mers aufweisen. Die gewohnte Anzahl von der Wiederholungen ist 19-26. Das mutierte Allel wird als P bezeichnet. Der Hund, der von Lafora Epilepsie behinderte wird, wird als P/P bezeichnet. Der Hund, der der Träger von Laforas Epilepsie ist, wird als N2 / P oder N3 / P bezeichnet.

Ein Gentest, durch welchen der Genotyp des Hundes bestimmt werden kann, wird allgemein empfohlen. Er kann dem Züchter bei Auswahl des potentiellen Zuchtpaars helfen, damit das Risiko der Geburt von betroffenen Welpen minimiert und dadurch auch diese Erkrankung aus der Zucht nach und nach eliminiert wird.

Lafora Epilepsie Mutation wird rezessiv vererbt. Betroffen sind Hunde, die zwei Kopien des mutierten Gens tragen (P/P). Hunde mit einer Kopie des mutierten Gens weisen keine klinischen Anzeichen der Krankheit, welche die Gesundheit beeinflussen, auf. Bei Deckung von zwei heterozygoten Hunden (N/P) werden theoretisch 25 % der Nachkommen völlig gesund (N/N), 50 % werden Träger der Krankheit sein (N/P) und 25 % der Nachkommen vererben das mutierte Allel von beiden Elternteilen (P/P) und werden an Lafora Epilepsie leiden.

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Referenz:

Swain, L., Key, G., Tauro, A., Ahonen, S., Wang, P., Ackerley, C., Minassian, B.A., Rusbridge, C.: Lafora disease in miniature Wirehaired Dachshunds. PLoS One 12:e0182024, 2017.

Hajek, I., Kettner, F., Simerdova, V., Rusbridge, C., Wang, P., Minassian, B.A., Palus, V.: NHLRC1 repeat expansion in two beagles with Lafora disease. J Small Anim Pract 57:650-652, 2016.

Lohi, H., Young, E.J., Fitzmaurice, S.N., Rusbridge, C., Chan, E.M., Vervoort, M., Turnbull, J., Zhao, X.C., Ianzano, L., Paterson, A.D., Sutter, N.B., Ostrander, E.A., André, C., Shelton, G.D., Ackerley, C.A., Scherer, S.W., Minassian, B.A.: Expanded repeat in canine epilepsy. Science 307:81, 2005.

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